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Neues Forschungsprojekt startet an der HfPV

AMBOSafe

Neue Wege zum Schutz von Mitarbeitenden

Unter Koordination des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ist am ersten September 2020 ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderrichtlinie "Anwender - Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit II" gefördertes und vom VDI Technologiezentrum betreutes Projekt gestartet.

Das Akronym AMBOSafe steht für „Angriffe auf MitarbeiterInnen und Bedienstete von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. In dem zweijährigen Projekt wird neben einer umfassenden Bestandsaufnahme der aktuellen Lage zum Thema „Gewalt gegen Bedienstete mit helfender und solcher mit normdurchsetzender Funktion“ auch die Täterperspektive anhand von Befragungen und Aktenanalysen beleuchtet. AMBOSafe hat zum Ziel, zusammen mit allen assoziierten Partnern neue Konzepte zur Prävention zu entwickeln und diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Verbundpartner im Projekt sind die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) in Wiesbaden und die Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV, Prof. Dr. Lorei). Um möglichst viele betroffene Bereiche und Organisationen einzubinden, wird das Projekt von neun assoziierten Partnern begleitet:

  • Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK) – Generalsekretariat, Berlin
  • Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Frankfurt am Main
  • Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), Bonn
  • Hamburg Northern Business School GmbH (NBS), Hamburg
  • Staatsanwaltschaft Düsseldorf – Justiz in NRW, Düsseldorf
  • Kreisfeuerwehrverband Rhön-Grabfeld, Bad Neustadt
  • RHÖN-KLINIKUM AG (RKA), Bad Neustadt
  • Universitätsklinikum Würzburg (UKW), Würzburg
  • Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol), Münster 

Im Rahmen des Projektes werden unter anderem drei Übungsszenarien betrachtet. Dazu gehören eine kritische Situation im Rahmen eines Einsatzes im häuslichen Umfeld, ein Zwischenfall in einer Klinik-Notaufnahme mit einem psychisch erkrankten Patienten sowie eine Großübung in einem Bahnhof im Zusammenhang mit Ausschreitungen von Sportfans. In den einzelnen Szenarien sollen Dynamiken erkannt und Situationen analysiert werden. Die gewonnen Erkenntnisse aus den Übungen, den Täterbefragungen, umfassender Aktenanalyse und weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen bilden die Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, die den Schutz und das objektive Sicherheitsgefühl für die MitarbeiterInnen und Bedienstete von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben erhöhen sollen. Ziel von AMBOSafe ist es, die MitarbeiterInnen auf das richtige Verhalten in Gewaltsituationen vorzubereiten.