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Neues Forschungsprojekt an der HfPV

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Seit kurzem läuft an der HfPV ein neues drittmittelfinanziertes Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Themenfeldes „Künstliche Intelligenz in der zivilen Sicherheitsforschung“ mit 1,5 Mio. € gefördert wird.

Zusammen mit der TU Darmstadt und der Crytek GmbH wird im Rahmen von KITE (KI-unterstütztes VR-Taktiktraining für polizeiliche Einsatzkräfte) an einem immersiven Virtual-Reality-Trainer mit KI-basierter Echtzeitanalyse geforscht. Dieser disruptive Ansatz kombiniert die Vorteile von Realtraining (unmittelbare visuelle und physische Fehlersanktionierung) und VR-Training (flexible Einsatzorte, vollständiges Monitoring). Dadurch lassen sich bislang nicht realisierbare Szenarien jederzeit und realitätsnah trainieren. Dies ermöglicht, beispielsweise, das Einsatztraining an symbolischen Orten oder öffentlichen Einrichtungen wie Fußballstadien, Bahnhöfe, Flughäfen oder Konzerthallen. Trotz des erhöhten Gefährdungspotenzials können polizeiliche Einsatzkräfte hier nicht oder nur äußerst selten vor Ort trainieren.

Eine weitere Innovation, die im Rahmen von KITE realisiert werden soll, ist ein haptisches Ganzkörperfeedback mit Vitaldatenmonitoring. Dadurch werden die Interaktionen mit Avataren oder Gegenständen in der virtuellen Welt körperlich erfahrbar, wodurch sich die Trainingseffizienz gegenüber derzeit existierenden VR-Systemen steigern lässt. Darüber hinaus erlaubt die Analyse der Vitaldaten eine ganzheitliche Untersuchung des Virtual-Reality-Trainings. Forschungsfragen in diesem Zusammenhang sind z.B. durch welche Elemente der Trainingsfortschritt optimiert werden kann und welcher Stressbelastung die trainierenden Einsatzkräfte im VR-Training ausgesetzt sind.

Ansprechpartner für das Projekt KITE

Prof. Dr.-Ing. Thorsten Göbel