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Bundesweites Netzwerktreffen Verkehr

Dr. Michael Weyde berichtet über „Raserunfälle“
Dr. Michael Weyde berichtet über „Raserunfälle“

Seit vielen Jahren treffen sich aus dem ganzen Bundesgebiet Dozenten für Verkehrsrecht der Hochschulen und Akademien der Bundesländer. Die HfPV hat dieses Jahr zum Netzwerktreffen nach Gießen eingeladen.

Thomas Berthold, Stefan Jacob und Christian von Derschau hatten für den ersten Tag des Treffens ein Programm sowohl für die Netzwerker als auch für interessierte Teilnehmer des Polizeipräsidiums Mittelhessen und Studierende des Standortes Gießen zusammengestellt. Dazu kam noch Mitarbeiter des RP Gießen, der Dekra und von Kfz-Versicherungen.

Der vollbesetzte Saal Florenz des PP Mittelhessen beim Vortrag von Prof. Kreutzer
Der vollbesetzte Saal Florenz des PP Mittelhessen beim Vortrag von Prof. Kreutzer

 

 

 

Themenschwerpunkt des Programms waren „illegale Autorennen“.
Nach Grußworten von Herrn Polizeipräsident Paul als Hausherr und Prof. Dr. Bäuerle für die Hochschulleitung fesselte Prof. (em.) Dr. Kreutzer mit dem Thema: „Neue ausufernde Strafgesetzgebung -Wo bleiben die kriminalpolitischen Tugenden?“ seine Zuhörer. Der Vortrag kann über diesen Link aufgerufen werden.

Dr. Weyde (öffentliche bestellter und vereidigter Unfallgutachter) reiste aus Berlin an, um dem Fachpublikum die Möglichkeiten der Auswertung von Fahrzeugdaten bei „Raserunfällen“ zu erklären. Herr Dr. Weyde war sowohl beim medienwirksamen „Raserprozess“ in Berlin, als auch beim Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche als Gutachter eingesetzt.

Seit dem Einbau von Airbags in den 1980er Jahren speichern Kraftfahrzeuge Daten, was mit immer mehr Technik in modernen Pkw immer mehr zunimmt.

Prof. Dr. Müller aus Sachsen nahm sich dem Thema aus rechtlicher Sicht an und referierte über den neuen Straftatbestand des § 315 d StGB – verbotene Kraftfahrzeugrennen. Aufgrund seiner Bereitschaft den Vortrag aufzuzeichnen, stehen jetzt die Videos als freie Bildungsressource über Ilias den Dozenten der HfPV zur Verfügung.

Dipl. Ing. Ziegenhain von der Dekra-Niederlassung in Gießen machte die Vorteile des Einsatzes von Drohnen zur Unfallaufnahme deutlich. In vielen Beispielen konnte er aufzeigen, dass nur die Aufnahmen aus der Luft ein vollständiges Bild der Unfallstelle ergeben können. Der Vorteil seiner Drohnen liegt insbesondere in der geringen Größe, so dass selbst in Innenstädten, wo ein Hubschrauber zu groß ist, sehr leicht Übersichtsaufnahmen aus der Luft zu erstellen sind.

Am zweiten Tag des Treffens diskutierten die Teilnehmer über diverse Neuerungen und Rechtsänderungen und tauschten Ideen dazu aus.

Das Netzwerktreffen 2018 wird in Bremen stattfinden.